Harmonische Wahlversammlung in Schönlind

Eine harmonische Wahlversammlung erlebten die Besucher, die auf Einladung der Wählergemeinschaft „Arbeitnehmer-Eigenheimer“ ins Schönlinder Gemeinschaftshaus gekommen waren. Vorsitzender Markus Schertl betonte nach seiner Begrüßung, daß die Arbeitnehmer-Eigenheimer einen fairen Wahlkampf führen werden ohne verleumderische Angriffe auf die politischen Mitbewerber. Bürgermeister Hans-Martin Schertl listete ein Vielzahl von Bauprojekten auf, die  “als seine Ziele” in der vergangenen Wahlperiode umgesetzt wurden.

Neben den Großprojekten „Generalsanierung Schule“ und „Neubau Kläranlage“ mit jeweils 4,7 Mio € Kosten gab es noch eine Reihe von Maßnahmen, die erfolgreich abgearbeitet werden konnten. 2 Mio. € wurden in die neue Steuerungs- und Leittechnik im Wasserwerk und in die Sanierung der 3 Tiefbrunnen investiert. Baugebiete wurden in Vilseck in Axtheid und „Hinter den Hirtenhäusern“, in Haslach in Schlicht und in Sorghof erschlossen, viele Parzellen sind bereits bebaut. Die Bahnhofstraße ist ausgebaut, alle Ortschaften sind kanalisiert und im Freibad wurde kräftig modernisiert.

In der Burg wurden mit dem Ausbau des Zehentkastens, des Kasten NordOst, des Kirwastodels und dem Pflastern des Burghofes mehrere Millionen sinnvoll investiert.

Die Photovoltaikanlagen auf den Dächern des Wasserwerks und des Bauhof bringen Einnahmen aus Sonnenstrom,  das hierfür aufgenommene Darlehen zahlt sich aus den Erträgen selbst zurück. Die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf Gelblicht und LED-Beleuchtung verringert die Stromkosten um 58.000 € jährlich. Trotz Investitionen von 29 Mio. € im Vermögenshaushalt in den letzten 6 Jahren betragen die Schulden der Stadt nur 5,2 Mio. €.

Hätte der Stadtrat die Kosten der Kläranlage auf die Hausbesitzer umgelegt und nicht einstimmig ein Darlehen von 4 Mio. € zur Finanzierung von Baukosten aufgenommen, dann hätte die Stadt Vilseck heute lediglich 1,2 Mio. € Schulden. Die Meinung aller Stadtratsmitglieder war jedoch, man solle die Verschuldung erhöhen und nicht die Bürger mit einmaligen Ergänzungsabgaben belasten. „Deshalb darf sich heute kein Bürgermeisterkandidat und kein Stadtrat über unsere Verschuldung beschweren, alle haben mit zugestimmt“, betonte Bürgermeister Hans-Martin Schertl ganz deutlich.

Auch in Schönlind habe sich einiges positiv verändert, das Gemeinschaftshaus sei der Treffpunkt der Bürger und Vereine, der Dorfplatz wurde neu gestaltet. 2004 habe Schertl den Schafsteg bauen lassen, die Vils sei umgestaltet und neue Stromleitungen lassen die Netzschwankungen vergessen. Gumpenhof erhielt ein neues Bushäuschen und einen neuen Sirenenmast. Schertl lobte die vorbildliche Eigeninitiative der örtlichen Jagdgenossen, die mit finanzieller Unterstützung der Stadt viele Wege unterhalten und Gräben ausbaggern. Der Biber sorgte aber im Bahndamm für erhebliche Probleme. Gut angenommen werde der Oberpfälzer Bienenlehrpfad, der in Schönlind beginnt.

Den Wunsch der Schönlinder, mit “Vilsecker Geld” einen Weg auf Hahnbacher Grund Richtung Irlbach ohne finanzielle Beteiligung des Marktes Hahnbach zu bauen, hat der Stadtrat bisher abgelehnt. Man wolle versuchen, in Zusammenarbeit mit Landkreis und AOVE eine Lösung zu finden. In der Diskussion wurde der Ausbau des Internets, die Sanierung des Gemeindehauses in Schönlind und das zu schnelle Einfahren in die Ortschaft Schönlind angesprochen. Ein Besucher der Wahlversammlung, der sich selbst als „Schwarzer“ bezeichnete, lobte die Qualität aller Kandidaten und die sehr gute Präsentation der einzelnen Bewerber. Nicht zu verstehen ist für die Bewohner, warum ein  Busticket für 5 km von Schönlind nach Vilseck 3,45€ kostet und für 17 km nach Amberg 3,70€ zu zahlen sind. Bürgermeister Schertl versicherte, mit dem Linienbetreiber Regionalbus Ostbayern Kontakt aufzunehmen und diese Diskrepanz zu klären.

 

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